Johannes-Göderitz-Preis 2026 „New Architecture“
Der diesjährige Johannes-Göderitz-Preis stellt die Aufgabe, sich mit dem Städtebau des Siemens-Areal in Neuperlach in München auseinanderzusetzen. Siemens zieht aktuell aus dem monofunktionalen Verwaltungs- und Forschungskomplex aus. Wir suchen nach Ideen und Lösungen, die kreative Ansätze zur Transformation des Bestandes aufzeigen. Ziel ist es, das bestehende monotone und verschlossene Siemens-Areal so aufzubrechen, dass ein diverses urbanes Stadtquartier entsteht. Das neue Stadtquartier soll im Sinne des New European Bauhaus Projektes „Creating NEBourhoods Together – Neuperlach“ neue öffentliche Stadträume mit hoher Aufenthaltsqualität schaffen.
Die Wettbewerbsaufgabe besteht aus einer städtebaulichen konzeptionellen Fragestellung, die in den entsprechenden Maßstäben bearbeitet wird. Unsere Herausforderungen und Ansprüche an die Stadt von heute sind deutlich gewachsen. Die gut funktionierende Erschließung für den motorisierten Individualverkehr muss für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen optimiert werden. Die versiegelten Flächen müssen geöffnet und ein dem zukünftigen Klima angepasstes Grünkonzept entwickelt werden. Das bisherige Nutzungskonzept von Büro und Laborflächen ist obsolet. Welche Nutzungen neben dem klassischen Wohnen wären sinnvoll und notwendig, um ein lebendiges Stadtquartier zu schaffen? Dies sind einige der Fragen, die sich in der städtebaulichen Auseinandersetzung mit dem Areal stellen. Am Ende suchen wir einen städtebaulichen Entwurf, der durch intelligente Eingriffe und Optimierungen eine spannende Sequenz von Stadträumen konstituiert, die eine hohe Aufenthaltsqualität schaffen.
Die zweite Betrachtungsebene ist eine architektonische. Anhand eines Gebäudeausschnitts wollen wir die architektonischen Eingriffe verstehen, die notwendig sind, damit aus dem derzeitigen Funktionsbau ein gemischtgenutztes Gebäude, ein Stück Stadtarchitektur, wird. Uns interessiert vor allem der Übergang vom privaten in den öffentlichen Raum, der sich im Erdgeschoss abbildet. Der Entwurf soll eine Vision für die Zukunft des Siemens-Areals darstellen. Eine Idee, wie die Architektur der Spätmoderne transformiert werden kann, um unsere Vorstellungen von Diversität und Offenheit zu transportieren. Dabei ist freigestellt, den Schwerpunkt konzeptabhängig selbst zu wählen: vom behutsamen Eingriff, der die Möglichkeiten eines nachhaltigen Umbaus aufzeigt, bis zur offenen Stadtvision, die den Bestand als Grundlage zum Weiterdenken nutzt. Der Wettbewerb bietet damit die Chance, sich mit den Ideen der Stadt von damals und von heute zu beschäftigen und daraus eigene Visionen zu entwickeln.
Termine:
07.04. Einführung ME
10.04. Workshop MV
17.KW Exkursion München
22.05. Präsentation MV
14.07. Präsentation ME
Korrekturen:
ME dienstags
MV freitags
Organisatorisches:
Eingereicht wird eine Vorauswahl von maximal 5 Arbeiten pro Lehrstuhl. Der Entwurf wird von einer Vertiefung begleitet, beide Teile können nur zusammen belegt werden. Die Anmeldung muss zwingend über TU Connect erfolgen und dient der Registrierung beim Prüfungsamt. Die Aufgabe ist in 2er Gruppen zu bearbeiten.
Ansprechpartner
Christopher Kuriyama






